Überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft
Julia de Boor & Frank P. Blecher & Nicola Sucke
Fachärzte für Allgemeinmedizin

Patienteninformationen

HPV (Humanes Papillom Virus)

Gebärmutterhalskrebs ist die zweithäufigste Krebsart der jungen Frau zwischen 15 und 44 Jahren. Ursache dieser Veränderungen und deren Vorstufen sind Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV).

Die Papillomviren sind weit verbreitet und werden durch Haut- oder Schleimhautkontakt meist beim Geschlechtsverkehr übertragen. So infizieren sich ca. 70% der sexuell aktiven Bevölkerung mit Papillomviren. Bislang wurden die Veränderungen am Gebärmutterhals, die auf eine Infektion mit Papillomviren zurückzuführen sind im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung festgestellt.

Kondome bieten keinen Schutz. Spezielle Risikogruppen gibt es nicht.

Jetzt gibt es erstmals einen Impfstoff gegen humane Papillomviren. Die Impfung schützt vor Gebärmutterhalskrebs und seinen Vorstufen sowie vor Genitalwarzen (Feigwarzen, Condylomata acuminata) und Krebsvorstufen der Vulva und Vagina.

Empfohlen wird die Impfung für alle Mädchen und Jungen vor Aufnahme der sexuellen Aktivität. Sie ist eine Kassenleistung bis zum 18.Geburtstag. Eine Impfung zum späteren Zeitpunkt ist sinnvoll und schützt vor Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen.

Osteoporose

Jährlich werden in der Bundesrepublik ca. 230.000 Knochenbrüche, die durch Osteoporose bedingt sind, behandelt. Jede 5. Frau ( 20%) die älter ist als 40 Jahre leidet an Osteoporose und ab dem 55. Lebensjahr lässt sich bereits bei jeder 3. Frau (33%) eine Osteoporose diagnostizieren.

Aber nicht nur Frauen können osteoporosekrank werden, in Deutschland sind etwa 600.000 bis 900.000 Männer betroffen. Die Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung des Erwachsenenalters. Sie beginnt meist symptomlos und schleichend. Erst wenn Rückenschmerzen oder Knochenbrüche häufig im Bereich der Wirbelsäule und der Oberschenkel den Betroffenen zum Arzt führen wird die Diagnose gestellt. Die Behandlung dieser Knochenbrüche ist äußerst kompliziert, und eine Heilung ist nicht immer gewährleistet. Nicht selten führen sie zu frühzeitiger Invalidität und Pflegebedürftigkeit.

Bei der Osteoporose wird der Knochen im Laufe der Jahre so weit abgebaut, dass er nicht mehr ausreichend trägt und schließlich bricht. Häufig werden zunächst die Wirbelköper der Wirbelsäule eingedrückt, so dass die Patienten nicht nur deutlich an Körpergröße verlieren, sondern mehr und mehr nach vorne gebeugt gehen. Der sog. Witwenbuckel entsteht.

Heute gibt es jedoch die Möglichkeiten den Knochenschwund frühzeitig zu erkennen und der Osteoporose vorzubeugen oder eine Therapie einzuleiten. Man kann viel zur Vorbeugung tun. Bei einer frühzeitigen und konsequenten Behandlung sind gute Erfolge bei der Linderung der Beschwerden und beim Wiederaufbau des Knochens zu erzielen. Eine Behandlung ist in jedem Stadium möglich.

Lassen Sie Ihre Knochendichte schnell und zuverlässig überprüfen, damit Sie Ihr persönliches Osteoporoserisiko kennen und ggf. frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) erfolgt durch Ultraschall direkt am Knochen (Ferse) und dauert ca. 5 Minuten. Das Messergebnis liegt dann sofort vor. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.

Risikofaktoren Osteoporose

  1. Geschlecht
    Frauen haben ein erhöhtes Risiko an Osteoporose zu erkranken als Männer. Frauen verlieren schneller Knochenmasse als Männer.
  2. Wechseljahre
    Sind Sie früh (45 J.) in die Wechseljahre gekommen oder haben Sie die Wechseljahre bereits hinter sich gelassen?
  3. Monatsblutungen
    Haben Sie spät (>16 J.) Ihre Blutungen bekommen? Sind die Blutungen früher häufig ganz ausgeblieben oder waren lange Zeit unregelmäßig?
  4. Familie
    Ist oder war jemand in Ihrer Familie an Osteoporose erkrankt? Gab es Knochenbrüche nach nur geringfügigem Anlass in Ihrer Familie. Hat Ihre Mutter im Alter an Körpergröße deutlich abgenommen oder war ein sog. Witwenbuckel bekannt?
  5. Ernährung / Rauchen / Sport
    Ernähren Sie sich kalziumarm (wenig Milchprodukte)? Rauchen Sie? Trinken Sie täglich Alkohol? Treiben Sie keinen oder nur unzureichend Sport?
  6. Erkrankungen / Medikamente
    Leiden Sie an Erkrankungen der Nebenschilddrüse oder einer Schilddrüsenüberfunktion? An Störungen des Magen/Darm Traktes? An Asthma? Haben Sie über einen langen Zeitraum Kortison, Heparin, Antiepileptika oder Abführmittel genommen?